Meine bevorzugten Zeichentechniken

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Erstellt am Montag, 09. Januar 2012 19:39
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 10. Februar 2013 16:17
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Pastellmalerei ist eine Technik, bei der Pigmente auf einen Malgrund (Papier, Pappe, Leinwand) aufgetragen werden. Bei der Pastellmalerei mischen sich die Möglichkeiten des Zeichnens mit denen der Malerei. Es können reine Pigmente verwendet werden, häufiger werden die runden oder eckigen Kreiden oder Pastellstifte genutzt.

Mit Pastell wird sowohl das Material als auch das damit hergestellte Bild bezeichnet. Der Begriff Pastell leitet sich aus dem italienischen pastello (geformter Farbteig) ab.

Je nach verwendetem Bindemittel sind die Pastelle mehr oder weniger weich. So können die Kreiden für verschiedene Zwecke verwendet werden, etwa härtere Kreiden mit rechteckigem Querschnitt  für eher graphische Arbeiten. Einige Kreidehersteller geben nur so wenig Bindemittel bei, dass die Kreiden gerade zusammenhalten, bei der Berührung mit dem Papier zerfällt die Kreide dann sofort in die staubigen Pigmente.

Mittlerweile werden weiche Pastelle auch in Stiftform mit Holzmantel angeboten. Diese können wie andere Stifte zum Zeichnen verwendet werden, der Farbauftrag lässt sich dann auch mit dem Finger verwischen.

 

Zeichenkohle besteht aus verkohlten Holzstäbchen, bzw. aus gepresstem Holzkohlepulver.In der Kunst ist sie ein häufig gebrauchtes Mittel, da es billig bzw. leicht selbst herzustellen ist und gute Korrekturmöglichkeiten zulässt. Außerdem kann man sie linear und spitz, wie auch breit, verwischt und malerisch verwenden. Sie staubt stark ab und verwischt leicht, wodurch Fixieren notwendig ist.

Mit verkohltem Holz wurde schon seit Urzeiten gezeichnet, wovon viele Höhlenzeichnungen zeugen. Bis ins Mittelalter hinein war es aber eher ein Hilfsmittel, etwa für Vorzeichnungen oder für die Übung. Erst mit der höheren Schätzung der Handzeichnung überhaupt und Entwicklung geeigneter Fixiermethoden ab dem 15. Jahrhundert wurden Werke in dieserTechnik geschaffen, die Endziel und nicht Vorstufe waren. Fixiert wurde von da an entweder durch Einlegen in ein Leimbad oder durch Bestreichen mit Leim.

Die beste Methode war allerdings, das Blatt vorher einzustreichen, nach dem Trocknen die Kohle aufzubringen, um den Leim nun im Wasserdampf zu erweichen und so die Fixierung zu vollenden. Eine andere Möglichkeit wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in Italien entwickelt. So wurde die Kohle kurz vor der Verarbeitung in Öl getränkt. Der Strich wird satter und ist kaum verwischbar, was aber auch eine Korrektur verhindert. Außerdem vergilbt das Öl und hinterlässt so Spuren.

Die Kohlezeichnung ist bis in die Gegenwart ein sehr gebräuchliches Mittel geblieben, wobei sich aber die Fixiermöglichkeiten durch Aufsprühen deutlich verbessert haben.